Technical Insight

GAR INSIGHT
CO₂-armes Bauen: Graues CO₂ über den gesamten Projektlebenszyklus steuern

Die Dekarbonisierung der gebauten Umwelt geht zunehmend über die betriebliche Energieeffizienz fertiggestellter Gebäude und Infrastrukturen hinaus. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den Kohlenstoff, der bereits in Materialien, Ausrüstung, Herstellung, Transport und Bau gebunden ist, bevor eine Anlage überhaupt in Betrieb geht.

Bei großen Bau-, Infrastruktur-, Industrie- und Energieprojekten bedeutet dies, dass Entscheidungen in Konzeptplanung, Engineering, Materialspezifikation, Beschaffung und Bau das CO₂-Profil der fertiggestellten Anlage erheblich beeinflussen können.

Ein wirksames Management des grauen Kohlenstoffs (Embodied Carbon) erfordert daher mehr als eine abschließende Nachhaltigkeitsberechnung. CO₂-Ziele müssen mit Planungsalternativen, Mengen, Umweltproduktdeklarationen, Materialbeschaffung, Lieferanteninformationen, Bauverfahren, Logistik, Abfallmanagement und letztlich dem verifizierten Ist-Zustand des Projekts verknüpft werden.

Die CO₂-Leistung wird zunehmend zu einem messbaren Projektparameter. Die Herausforderung besteht darin, von übergeordneten Reduktionszusagen zu rückverfolgbaren Engineering-, Beschaffungs- und Bauentscheidungen zu gelangen, die belegen können, wo CO₂ tatsächlich reduziert wurde.
01
CO₂-LEISTUNG

Betriebliches CO₂ vs. graues CO₂

Die Dekarbonisierung des Bausektors hat sich traditionell stark auf die Betriebsenergie konzentriert: Strom, Heizung, Kühlung und Kraftstoffe, die während der gesamten Betriebsdauer eines Gebäudes oder einer Infrastruktur verbraucht werden.

Da sich die Betriebseffizienz verbessert und Stromsysteme zunehmend CO₂-ärmere Erzeugung einbinden, kann die relative Bedeutung der Emissionen aus Materialien und Bau zunehmen.

BETRIEBLICHES CO₂ Emissionen aus der Nutzung der Anlage

Energie und Kraftstoffe für Betrieb, Heizung, Kühlung, Beleuchtung, Prozesse und andere betriebliche Tätigkeiten.

GRAUES CO₂ In der Anlage gebundene Emissionen

Emissionen im Zusammenhang mit Materialien, Herstellung, Transport, Bau, Austausch und Prozessen am Lebensende.

Graues CO₂ wird weitgehend festgelegt, bevor die Anlage in Betrieb geht. Deshalb sind frühe Engineering- und Materialentscheidungen besonders wichtig, da spätere Reduktionsmöglichkeiten zunehmend eingeschränkt sein können.
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02
LEBENSZYKLUSPERSPEKTIVE

Lebenszyklus-CO₂

Eine Lebenszyklusperspektive betrachtet die CO₂-Auswirkungen über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage, statt sich auf eine einzelne Bau- oder Betriebsphase zu konzentrieren.

01 Rohstoffe
02 Herstellung
03 Transport & Bau
04 Betrieb
05 Instandhaltung & Austausch
06 Lebensende / Wiederverwendung
Herstellungsphase

Rohstoffgewinnung, Verarbeitung und Herstellung von Bauprodukten.

Errichtungsphase

Transport, Baustellentätigkeit, Einbauprozesse und Bauabfälle.

Nutzungsphase

Instandhaltung, Reparatur, Austausch sowie betrieblicher Energie- oder Ressourcenverbrauch.

Entsorgungsphase

Rückbau, Transport, Abfallbehandlung, Beseitigung, Verwertung und mögliche Wiederverwendung.

Eine CO₂-arme Entscheidung in einer Lebenszyklusphase kann an anderer Stelle Auswirkungen haben.

Material- und Planungsalternativen sollten daher im Hinblick auf Haltbarkeit, Instandhaltung, Austausch und die gesamte Leistungsfähigkeit der Anlage betrachtet werden.

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03
CO₂-MANAGEMENT

Ausgangswert & Reduktionsziele festlegen

Die CO₂-Reduktion wird aussagekräftiger, wenn das Projekt eine messbare Referenz festlegt, anhand derer Planungs- und Beschaffungsalternativen bewertet werden können.

Der Ausgangswert sollte klar festgelegte Systemgrenzen, Annahmen, Mengen und Datenquellen verwenden, damit spätere Reduktionen einheitlich bewertet werden können.

Bewertungsgrenze

Festlegen, welche Lebenszyklusphasen, Bauwerke, Systeme und Materialkategorien einbezogen werden.

Referenzplanung

Eine einheitliche Referenz festlegen, anhand derer Alternativen bewertet werden können.

Reduktionsziel

Projektziele in messbare Erwartungen an die CO₂-Leistung übersetzen.

Messmethode

Während des gesamten Projekts einheitliche Annahmen, Datensätze und Berechnungsmethoden beibehalten.

Eine prozentuale Reduktion hat ohne transparenten Ausgangswert nur begrenzte Aussagekraft. Das Projekt sollte erklären können, worauf sich die Reduktion bezieht, welche Lebenszyklusphasen einbezogen sind und welche Daten die Berechnung stützen.
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04
PLANUNGSOPTIMIERUNG

CO₂ reduzieren, bevor die Beschaffung beginnt

Einige der wichtigsten CO₂-Entscheidungen werden getroffen, bevor einzelne Produkte oder Lieferanten ausgewählt sind.

Tragwerkssysteme, Gebäudeform, Anlagenkonfiguration, Materialmengen, Nutzungsdauer und Bauverfahren können das graue CO₂ erheblich beeinflussen.

Materialeffizienz

Unnötige Materialmengen verringern und dabei die statische und funktionale Leistungsfähigkeit erhalten.

Planungsalternativen

Tragwerks-, Architektur- und Engineering-Lösungen anhand technischer und CO₂-bezogener Kriterien vergleichen.

Weiternutzung bestehender Anlagen

Prüfen, ob bestehende Bauwerke oder Bauteile erhalten statt ersetzt werden können.

Nutzungsdauer

Haltbarkeit und Austauschhäufigkeit neben dem anfänglichen Material-CO₂ berücksichtigen.

ANSATZ IN SPÄTER PHASE Ein CO₂-ärmeres Produkt kaufen

Die Reduktion wird vor allem durch Substitution angestrebt, nachdem Mengen und System bereits festgelegt sind.

ANSATZ IN FRÜHER PHASE CO₂ wegplanen

Das Projekt prüft zunächst, ob Mengen, Systeme und Materialien insgesamt optimiert werden können.

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05
BETON & ZEMENT

CO₂-Reduktion im Betonbau

Beton ist für das Bauwesen weltweit grundlegend, während die Zementherstellung in betonintensiven Projekten eine bedeutende Quelle grauer Emissionen sein kann.

Reduktionsstrategien können sich daher sowohl auf die benötigte Betonmenge als auch auf die Zusammensetzung des Betons selbst konzentrieren.

Tragwerksoptimierung

Unnötiges Betonvolumen durch effizientes Engineering und effiziente Tragwerksplanung verringern.

Bindemitteloptimierung

Geeignete Strategien für Zement und Zusatzstoffe mit Bindemitteleigenschaften bewerten.

Leistungsbeschreibung

Erforderliche Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Expositionsmerkmale ohne unnötige Vorgaben festlegen.

Prüfung & Verifizierung

Bestätigen, dass vorgeschlagene Mischungen weiterhin die statischen, Dauerhaftigkeits- und Projektanforderungen erfüllen.

CO₂-ärmerer Beton muss dennoch technisch geeigneter Beton sein. Die CO₂-Reduktion sollte die Festigkeitsentwicklung, Dauerhaftigkeit, Ausführbarkeit oder die vorgesehene Nutzungsdauer der Anlage nicht beeinträchtigen.
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06
STAHL & METALLE

Materialeffizienz, Recyclinganteil & Herstellungsroute

Baustahl, Bewehrung, Aluminium und andere Metalle können in Großprojekten wichtige Beiträge zum grauen CO₂ leisten.

Die CO₂-Leistung kann je nach Herstellungstechnologie, Energiequelle, Recyclinganteil, Produktionsroute, Fertigungseffizienz, Transport und Materialausnutzung variieren.

Tragwerkseffizienz

Querschnitte, Tragwerkssysteme und Materialmengen optimieren, soweit technisch angemessen.

Produktionsroute

Herstellungsprozesse und zugehörige CO₂-Produktinformationen berücksichtigen.

Recyclinganteil

Relevante Materialeigenschaften und Produktinformationen prüfen, wenn recycelte Einsatzstoffe angegeben werden.

Fertigungsausbeute

Vermeidbare Materialverluste durch effiziente Detaillierung und Fertigung verringern.

Material-CO₂ sollte zusammen mit der technischen Leistungsfähigkeit betrachtet werden.

Festigkeit, Ermüdung, Brandverhalten, Korrosionsschutz, Schweißbarkeit, Dauerhaftigkeit und anwendbare Produktanforderungen bleiben grundlegend.

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07
PRODUKTINFORMATIONEN

Umweltproduktdeklarationen & rückverfolgbare Daten

Umweltproduktdeklarationen (EPDs) können strukturierte Umweltinformationen für Bauprodukte auf Grundlage festgelegter Ökobilanzmethoden und deklarierter Produktgrenzen liefern.

Ihre zunehmende Verwendung kann die Qualität produktspezifischer CO₂-Bewertungen gegenüber der ausschließlichen Nutzung allgemeiner Branchendatensätze verbessern.

Produktidentifikation

Bestätigen, dass die Deklaration dem tatsächlich vorgeschlagenen oder gelieferten Produkt entspricht.

Bewertungsgrenze

Verstehen, welche Lebenszyklusphasen in den angegebenen Informationen enthalten sind.

Vergleichbarkeit

Produkte nur vergleichen, wenn Methodik, funktionelle Einheiten und Systemgrenzen ausreichend übereinstimmen.

Verifizierungsstatus

Die anwendbaren Verifizierungs- und Programminformationen prüfen, die die Deklaration stützen.

Eine EPD ist eine Datenquelle – kein automatischer Beweis, dass ein Produkt besser ist als ein anderes. Produktvergleiche erfordern einheitliche Systemgrenzen, funktionale Leistung, Annahmen zur Nutzungsdauer und technisch vergleichbare Alternativen.
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08
LIEFERKETTE

CO₂-Anforderungen in die Beschaffung tragen

CO₂-Ziele aus der Planungsphase können in der Beschaffung verloren gehen, wenn Auftragnehmer und Lieferanten Produkte austauschen dürfen, ohne die in der Planung verwendeten CO₂-Annahmen zu berücksichtigen.

CO₂-Anforderungen müssen daher zunehmend Teil der technischen Beschaffung werden, statt in Nachhaltigkeitsberichten zu verbleiben.

01 Planungsanforderung
02 Ausschreibungsanforderung
03 Lieferantendaten
04 Technische Bewertung
05 Freigegebenes Produkt
06 Verifizierung im Ist-Zustand
Ausschreibungskriterien

Festlegen, welche CO₂-Informationen Lieferanten bereitstellen sollen.

Technische Gleichwertigkeit

Sicherstellen, dass CO₂-ärmere Alternativen weiterhin die geforderte technische Leistung erfüllen.

Lieferantennachweise

EPDs, Erklärungen und andere relevante Umweltinformationen zu Produkten prüfen.

Substitutionskontrolle

Bewerten, wie sich vorgeschlagene Materialänderungen auf technische und CO₂-Anforderungen auswirken.

CO₂-Anforderungen sollten das Value Engineering überstehen.

Kostengetriebene Substitutionen sollten die in der Planung erzielten CO₂-Reduktionen nicht stillschweigend rückgängig machen.

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09
BAUSTELLENEMISSIONEN

Bauenergie, Kraftstoff & Logistik

CO₂-Programme sollten auch die Emissionen berücksichtigen, die durch den Bauprozess selbst entstehen.

Erdbaumaschinen, Krane, Generatoren, provisorische Einrichtungen, Transport, Personallogistik und Bauabfälle können sämtlich zu den Projektemissionen beitragen.

Baumaschinen

Kraftstoffverbrauch messen und geeignete Effizienz- oder alternative Energiemöglichkeiten bewerten.

Baustrom

Generatoren, provisorische elektrische Anlagen und Energieverbrauch prüfen.

Transport & Logistik

Materialbewegungen, Lieferentfernungen, Bündelung und Logistikplanung berücksichtigen.

Bauabfälle

Vermeidbare Materialverluste verringern und Verwertung, Recycling sowie geeignete Wiederverwendung verbessern.

Baueffizienz und CO₂-Effizienz unterstützen sich häufig gegenseitig. Weniger Nacharbeit, bessere Logistik, weniger Abfall und eine effiziente Gerätenutzung können die Projektleistung verbessern und zugleich Emissionen verringern.
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10
KREISLAUFWIRTSCHAFT

Planen für Wiederverwendung, Verwertung & Anpassungsfähigkeit

Kreislauforientiertes Bauen zielt darauf ab, den Wert von Materialien und Anlagen länger zu erhalten, statt ausschließlich auf Gewinnung, Nutzung und Entsorgung zu setzen.

Dies kann beeinflussen, wie Gebäude und Infrastrukturen geplant, gebaut, instand gehalten, angepasst und schließlich rückgebaut werden.

Erhalt bestehender Anlagen

Prüfen, ob Bauwerke und Bauteile erhalten oder angepasst werden können.

Rückbaugerechte Planung

Prüfen, ob ausgewählte Systeme ohne zerstörenden Abbruch getrennt werden können.

Wiederverwendung von Materialien

Technisch geeignete Möglichkeiten für zurückgewonnene Produkte und Materialien bewerten.

Anpassungsfähigkeit

Anlagen so planen, dass sie mit weniger Umbau auf künftige funktionale Änderungen reagieren können.

LINEARES MODELL Bauen → Nutzen → Entsorgen

Materialien verlieren schrittweise an Wert und gelangen letztlich in Abfallströme.

KREISLAUFMODELL Bauen → Nutzen → Anpassen → Verwerten

Der Wert von Anlagen und Materialien wird durch Wiederverwendung, Anpassung und Verwertung erhalten, soweit technisch machbar.

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11
CO₂ IM IST-ZUSTAND

Von der Planungsschätzung zu verifizierten Projektinformationen

Frühe CO₂-Berechnungen beruhen auf Planungsmengen, angenommenen Produkten und allgemeinen oder vorläufigen Umweltdaten. Das tatsächlich gebaute Projekt kann letztlich von diesen Annahmen abweichen.

Eine Bewertung im Ist-Zustand kann die CO₂-Aufzeichnung mit tatsächlichen Mengen, freigegebenen Materialien, Lieferanteninformationen und relevanten Daten aus der Bauphase aktualisieren.

PLANUNGS-CO₂ Was das Projekt bauen wollte

Auf Grundlage von Planungsmengen, spezifizierten Produkten, Annahmen und verfügbaren Datensätzen.

IST-CO₂ Was das Projekt tatsächlich gebaut hat

Zunehmend auf Grundlage eingebauter Mengen, tatsächlicher Produkte, Lieferantendaten und Bauaufzeichnungen.

Tatsächliche Mengen

Wesentliche Materialmengen mit dem endgültig eingebauten Zustand abgleichen.

Tatsächliche Produkte

Bestätigen, welche Hersteller und Produktvarianten in das dauerhafte Bauwerk eingegangen sind.

Produktnachweise

Den tatsächlich gelieferten Produkten geeignete Umweltdaten zuordnen.

Baudaten

Relevante Informationen zu Baustellenenergie, Transport, Abfall und Sonstigem einbeziehen, soweit erfasst.

Das Planungs-CO₂-Modell ist eine Prognose; die Bewertung im Ist-Zustand bietet die Gelegenheit, diese Prognose mit der Realität abzugleichen. Diese Unterscheidung wird immer wichtiger, wenn Projekte CO₂-Reduktionserfolge veröffentlichen oder Finanzierungszusagen von messbaren Ergebnissen abhängen.
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12
UNABHÄNGIGE ABSICHERUNG

Unabhängige Verifizierung von CO₂-Informationen

Da die CO₂-Leistung für Projekteigentümer, Kreditgeber, Investoren, Behörden und andere Beteiligte immer sichtbarer wird, gewinnt die Verlässlichkeit der zugrunde liegenden Informationen zunehmend an Bedeutung.

Eine unabhängige Prüfung kann Methodik, Systemgrenzen, Mengen, Produktnachweise, Annahmen und die Rückverfolgbarkeit gemeldeter Reduktionen untersuchen, ohne die fachliche Ökobilanz selbst zu ersetzen.

01 Prüfung der Methodik
02 Bestätigung der Systemgrenzen
03 Mengenverifizierung
04 Prüfung der Produktdaten
05 Abgleich mit dem Ist-Zustand
06 Ergebnis der Absicherung
Methodik

Prüfen, ob die gemeldete Bewertung der festgelegten Projektmethodik folgt.

Quelldaten

Die Rückverfolgbarkeit wesentlicher Mengen, Produkte und CO₂-Faktoren bewerten.

Projektänderungen

Bestätigen, dass wesentliche Planungs- und Beschaffungsänderungen angemessen berücksichtigt sind.

Gemeldete Reduktionen

Prüfen, ob angegebene Verbesserungen weiterhin durch die endgültige Nachweisbasis gestützt sind.

Je näher die CO₂-Leistung an vertragliche und finanzielle Entscheidungen rückt, desto wertvoller werden unabhängige Nachweise.

Eine Absicherung kann das Vertrauen stärken, dass gemeldete Reduktionen auf einer festgelegten Methodik und rückverfolgbaren Projektinformationen beruhen und nicht auf unbelegten Behauptungen.

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GAR
ABSICHERUNG CO₂-ARMER PROJEKTE

Wie Global Alliance Register Sie unterstützen kann

Global Alliance Register unterstützt Organisationen dabei, technische, regulatorische und betriebliche Anforderungen in praxisnahe Lösungen umzusetzen. Über unser internationales Netzwerk kompetenter Spezialisten, Labore, Inspektionsstellen und akkreditierter Zertifizierungsressourcen koordiniert GAR die passende Expertise und unabhängige Absicherungsleistungen, um projektspezifische Anforderungen zu erfüllen, technische Risiken zu steuern und Konformitäts-, Leistungs- und Marktziele zu unterstützen.

Im Kontext des CO₂-armen Bauens und des Managements von grauem CO₂ kann Global Alliance Register Sie in folgenden Bereichen unterstützen:

01 Prüfung CO₂-armer Planung

Unabhängige technische Prüfung von CO₂-Reduktionsmaßnahmen im Zusammenspiel mit technischer Leistungsfähigkeit, Ausführbarkeit und Projektanforderungen.

02 Prüfung von Material- & Produktdaten

Prüfung relevanter EPDs, technischer Dokumentation und Lieferanteninformationen zur Unterstützung von Materialentscheidungen.

03 Verifizierung von Lieferanten & Herstellern

Unabhängige Bewertung und Inspektion ausgewählter Hersteller und kritischer Materiallieferketten.

04 Materialprüfung & Konformität

Koordination von Inspektionen und Prüfungen, um zu bestätigen, dass CO₂-ärmere Alternativen weiterhin die geforderte technische Leistung erfüllen.

05 Verifizierung von Baumaterialien

Unabhängige Verifizierung ausgewählter Materialien und Produkte vor Ort, die in das dauerhafte Bauwerk eingehen.

06 Prüfung der Beschaffungskonformität

Prüfung von Produktsubstitutionen, Lieferantennachweisen und Beschaffungsentscheidungen anhand festgelegter Projektanforderungen.

07 Verifizierung der Ist-Daten

Unabhängiger Abgleich ausgewählter endgültiger Mengen, Produkte und unterstützender technischer Aufzeichnungen.

08 Unabhängige Nachhaltigkeitsabsicherung

Koordination geeigneter Fachressourcen für die projektspezifische Verifizierung von Nachhaltigkeits-, Umwelt- und CO₂-bezogenen Nachweisen.

Von der CO₂-Zusage zu messbaren Bauentscheidungen

CO₂-armes Bauen ist am wirksamsten, wenn CO₂ als Leistungsparameter des Projekts behandelt wird und nicht als Bewertung, die erst nach den wichtigen Engineering- und Beschaffungsentscheidungen durchgeführt wird.

Die stärksten Programme verbinden eine frühe Planungsoptimierung mit Produktinformationen, Einbindung der Lieferanten, technischer Verifizierung, Bauaufzeichnungen und abschließenden Nachweisen zum Ist-Zustand.

CO₂-ZUSAGE Was das Projekt erreichen will

Ziele, Ausgangswerte, Planungsannahmen und Beschaffungsanforderungen legen den Anspruch fest.

CO₂-LEISTUNG Was das Projekt nachweisen kann

Tatsächliche Materialien, Mengen, Lieferanteninformationen und verifizierte Projektaufzeichnungen liefern die Nachweise.

Die entscheidende Frage der Absicherung von grauem CO₂ lautet:

Kann das Projekt durch rückverfolgbare Planungs-, Beschaffungs- und Baunachweise belegen, dass die angegebenen CO₂-Reduktionen tatsächlich in die übergebene Anlage eingeflossen sind?

CO₂-armes Bauen wird nicht allein durch Berechnung erreicht. Es wird erreicht, wenn CO₂-Ziele reale Engineering-, Material-, Beschaffungs- und Bauentscheidungen beeinflussen – und die fertige Anlage den Nachweis liefert.
Fachlicher Kontext: Die Anforderungen an die Bewertung von Lebenszyklus- und grauem CO₂ unterscheiden sich je nach Projektart, Rechtsordnung, Bewertungsmethodik, Lebenszyklusgrenzen, Verfügbarkeit von Produktdaten und Nachhaltigkeitszielen. CO₂-Informationen sollten zusammen mit statischen, Dauerhaftigkeits-, Sicherheits-, Leistungs- und sonstigen projektspezifischen technischen Anforderungen ausgelegt werden.
GLOBAL ALLIANCE REGISTER

How Global Alliance Register Can Support You

Global Alliance Register supports organizations and project stakeholders with independent technical-assurance services relevant to graues co₂ über den gesamten projektlebenszyklus steuern. Based on the article's emphasis on technical assurance, verification and risk management, GAR can coordinate competent specialists, laboratories, inspectors, auditors and accredited conformity-assessment resources as appropriate to the actual technical need. Within the context of this article, Global Alliance Register can support you in the following areas:

01

Define the technical, regulatory, quality and risk objectives for graues co₂ über den gesamten projektlebenszyklus steuern and determine which combination of testing, inspection, certification, audit or advisory services is appropriate.

02

Coordinate competent laboratories, inspectors, auditors, certification bodies and specialist technical resources for graues co₂ über den gesamten projektlebenszyklus steuern according to scope, geography and the required level of independence.

03

Integrate test results, inspection reports, audit evidence and certification outcomes relating to graues co₂ über den gesamten projektlebenszyklus steuern into a coherent assurance process with clear responsibilities and traceability.

04

Structure the assurance approach for graues co₂ über den gesamten projektlebenszyklus steuern so consultancy, testing, inspection, audit and certification roles maintain the appropriate independence and decision-making boundaries.

05

Assess the existing management-system arrangements relevant to graues co₂ über den gesamten projektlebenszyklus steuern, identify gaps against applicable requirements and prioritise practical improvement actions.

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