Technical Insight

GAR INSIGHT
Die neue Emissionsgrenze: Homologation von Brems- & Reifenpartikeln

Jahrzehntelang konzentrierte sich die Regulierung von Fahrzeugemissionen vor allem darauf, was aus dem Auspuff kam. Euro 7 verändert diese Perspektive, indem eine weitere wichtige Quelle der Straßenverkehrsverschmutzung direkt in den Homologationsrahmen einbezogen wird: Partikel aus Bremsen und Reifen.

Diese Emissionen außerhalb des Auspuffs bewirken einen wichtigen regulatorischen Wandel, weil sie nicht auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren beschränkt sind. Batterieelektrische Fahrzeuge haben im elektrischen Betrieb keine Auspuffemissionen, doch ihre Bremsen und Reifen können durch Reibung, Verschleiß und Abrieb weiterhin Partikel freisetzen.

Die Messung von Bremspartikeln hat sich von einer Forschungsmethodik zu einem international harmonisierten regulatorischen Rahmen entwickelt. Messung und Grenzwerte für Reifenabrieb durchlaufen dagegen ihren eigenen regulatorischen Entwicklungspfad. Gemeinsam erweitern diese Anforderungen die Bedeutung der Fahrzeugemissions-Homologation.

Keine Auspuffemissionen bedeuten nicht, dass das Fahrzeug keine Partikel emittiert. Euro 7 richtet den regulatorischen Blick auf Partikel, die beim Bremsen, Fahren und Verschleiß entstehen. Dadurch werden Emissionen außerhalb des Auspuffs für Verbrennungs-, Hybrid-, Brennstoffzellen- und Elektroantriebe relevant.
01
DIE HERAUSFORDERUNG JENSEITS DES AUSPUFFS

Fahrzeugemissionen Beginnen und Enden Nicht Mehr am Auspuff

Aufeinanderfolgende Generationen der Fahrzeugemissionsgesetzgebung haben viele Schadstoffe moderner Verbrennungsmotoren erheblich reduziert.

Mit verbesserten Kontrollen der Auspuffemissionen und fortschreitender Elektrifizierung der Fahrzeugflotten sind andere Partikelquellen zunehmend wichtig geworden.

Bremsverschleiß

Reibung zwischen Bremsbelägen und Bremsscheiben kann Partikel an die Umgebung abgeben.

Reifenverschleiß

Die fortlaufende Wechselwirkung zwischen Reifen und Straßenoberfläche verursacht Materialverlust über die gesamte Reifenlebensdauer.

Straßenverschleiß

Die Wechselwirkung zwischen Fahrzeug und Straße kann ebenfalls zu Partikeln beitragen, die beim Verkehr entstehen.

Wiederaufwirbelung von Partikeln

Fahrzeugbewegung kann dazu beitragen, dass zuvor abgelagerter Straßenstaub erneut in die Luft gelangt.

TRADITIONELLE EMISSIONSKONTROLLE Was Verlässt den Auspuff?

Die Regulierung konzentrierte sich historisch stark auf Schadstoffe, die durch Verbrennung entstehen und über den Auspuff abgegeben werden.

EURO-7-ANSATZ Was Emittiert das Fahrzeug?

Der regulatorische Umfang erweitert sich auf Partikelemissionen durch Bremsen und Reifenabrieb, unabhängig davon, ob das Fahrzeug einen Auspuff hat.

Deshalb sind Emissionen außerhalb des Auspuffs für die Elektrifizierung wichtig. Der Ersatz eines Verbrennungsmotors durch einen Elektromotor beseitigt Auspuffemissionen im elektrischen Betrieb, aber nicht Reibung, Bremsen, Reifenverschleiß oder die Wechselwirkung zwischen Fahrzeug und Straße.
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02
BREMSPARTIKEL-EMISSIONEN

Jede Reibungsbremse Verursacht Verschleiß

Konventionelles Reibungsbremsen wandelt die kinetische Energie des Fahrzeugs durch Kontakt zwischen Bremsflächen in Wärme um. Diese Reibung erzeugt unvermeidlich Verschleiß.

Ein Teil des entstehenden Materials kann als Partikel in die Luft gelangen. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen Bremssystementwicklung und Umwelt-Emissionsleistung.

Reibmaterial

Die Belagzusammensetzung kann Verschleißverhalten und Partikelentstehung erheblich beeinflussen.

Scheibenmaterial

Scheibenzusammensetzung, Oberflächenbehandlung und Verschleißeigenschaften wirken mit dem Reibmaterial zusammen.

Temperatur

Bremstemperatur und thermische Vorgeschichte beeinflussen Reibungsverhalten und Partikelbildung.

Bremsnutzung

Bremsintensität, Häufigkeit und Energie bestimmen die Beanspruchung der Reibpaarung im Betrieb.

Das Bremssystem hat jetzt zwei Dimensionen der Umweltleistung.

Es muss die für die Fahrzeugsicherheit erforderliche Verzögerungsleistung bieten und gleichzeitig die durch Reibung entstehenden Partikelemissionen kontrollieren.

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03
UN GTR NR. 24

Eine Globale Methode zur Messung von Bremsemissionen

Ein regulatorischer Emissionsgrenzwert ist nur sinnvoll, wenn Labore Emissionen mit einem hinreichend harmonisierten und wiederholbaren Verfahren messen können.

Die Globale Technische Regelung der UN Nr. 24 legte eine international harmonisierte Labormethodik zur Messung von Bremsemissionen leichter Fahrzeuge fest.

VOR DER HARMONISIERUNG Unterschiedliche Messansätze

Die Forschung zu Bremsemissionen konnte unterschiedliche Zyklen, Messsysteme und Laborbedingungen verwenden. Dies erschwerte den direkten Vergleich der Ergebnisse.

UN GTR NR. 24 Harmonisierter Messrahmen

Standardisierte Prüfgrundsätze schaffen eine gemeinsame technische Grundlage zur Messung und zum Vergleich von Bremspartikel-Emissionen.

Die Harmonisierung der Messung verbindet Forschung und Homologation. Sobald Labore Bremsemissionen mit einem gemeinsamen Verfahren messen können, können Behörden vergleichbare Grenzwerte festlegen und Hersteller auf ein definiertes Konformitätsziel hin entwickeln.
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04
PRÜFUNG VON BREMSEMISSIONEN

Vom Fahrzeugbetrieb zur Kontrollierten Labormessung

Bremspartikelprüfungen erfordern weit mehr, als einen Partikelzähler neben eine Bremsscheibe zu stellen.

Die Prüfumgebung muss definiertes Bremsverhalten nachbilden und zugleich die Bedingungen kontrollieren, die Partikelentstehung, Transport und Messung beeinflussen.

Bremsenprüfstand

Die Bremsbaugruppe wird unter kontrollierten Bedingungen betrieben, die die relevanten Fahrzeug- und Bremseigenschaften abbilden.

Fahrzyklus

Definierte Bremsereignisse bilden repräsentative Bremsaktivität durch eine standardisierte Laborsequenz nach.

Bremstemperatur

Thermische Bedingungen werden kontrolliert und überwacht, weil Temperatur Verschleiß und Partikelentstehung stark beeinflusst.

Partikelerfassung

Erzeugte Partikel müssen durch eine kontrollierte, für die Messung geeignete Probenahmeumgebung transportiert werden.

Partikelmasse

PM-Messungen quantifizieren die Masse bremsbedingter Partikel innerhalb festgelegter Größenfraktionen.

Partikelanzahl

Die Messung der Partikelanzahl ermöglicht gegebenenfalls eine zusätzliche Charakterisierung emittierter Bremspartikel.

Wiederholbarkeit ist entscheidend.

Bremsverschleiß wird durch Temperatur, Druck, Geschwindigkeit, Reibpaarung und frühere Bremsbeanspruchung beeinflusst. Die Homologation hängt daher von streng kontrollierter Prüfungsvorbereitung und Durchführung ab.

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05
EURO-7-BREMSGRENZWERTE

Bremsemissionen Werden zu Einer Quantifizierten Homologationsanforderung

Euro 7 geht über die reine Messung hinaus und legt Partikelemissionsgrenzwerte für die betreffenden Fahrzeuge fest.

Anfängliche Euro-7-PM10-Grenzwerte — M1- & N1-Fahrzeuge

Antrieb Brems-PM10-Grenzwert
Reines Elektrofahrzeug (PEV) 3 mg/km je Fahrzeug
Extern Aufladbares Hybridfahrzeug (OVC-HEV) 7 mg/km je Fahrzeug
Nicht Extern Aufladbares Hybridfahrzeug (NOVC-HEV) 7 mg/km je Fahrzeug
Brennstoffzellen- / Brennstoffzellen-Hybridfahrzeug 7 mg/km je Fahrzeug
Fahrzeug mit Verbrennungsmotor (ICEV) 7 mg/km je Fahrzeug

Die obigen Werte gelten für die Euro-7-Grenzwerte im Standardfahrzyklus der relevanten Fahrzeugkategorien M1 und N1 bis zum 31. Dezember 2029. Für Fahrzeuge der Klasse N1 III gelten gesonderte Grenzwerte; der regulatorische Rahmen sieht spätere Grenzwerte und weitere Entwicklung vor.

Der niedrigere anfängliche Grenzwert für reine Elektrofahrzeuge berücksichtigt rekuperatives Bremsen. Elektrofahrzeuge können einen erheblichen Anteil der Verzögerungsenergie über den elektrischen Antrieb zurückgewinnen. Dies verringert die Abhängigkeit von Reibungsbremsen und eröffnet die Möglichkeit, Bremsverschleißemissionen zu reduzieren.
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06
ELEKTROFAHRZEUGE & REKUPERATIVES BREMSEN

Elektrifizierung Verändert die Bremsemissionsgleichung

In einem elektrifizierten Fahrzeug müssen die Reibungsbremsen bei Verzögerung nicht immer die kinetische Energie des Fahrzeugs aufnehmen.

Rekuperatives Bremsen kann den elektrischen Antrieb nutzen, um das Fahrzeug abzubremsen und dabei Energie in die Traktionsbatterie zurückzuführen.

01 Das Fahrzeug Verzögert
02 Der Elektromotor Erzeugt Energie
03 Energie Wird Zurückgewonnen
04 Der Bedarf an Reibungsbremsung Sinkt
05 Bremsverschleiß Kann Abnehmen
06 Partikelemissionen Können Sinken
REIBUNGSBREMSUNG Energie Wird zu Wärme

Beläge und Scheiben erzeugen durch Reibung Bremskraft und verursachen dabei Wärme und Materialverschleiß.

REKUPERATIVES BREMSEN Energie Wird Teilweise Zurückgewonnen

Der Antrieb trägt zur Verzögerung bei und verringert die Bremsenergie, die durch Reibung aufgenommen werden muss.

Elektrofahrzeuge beseitigen Bremsemissionen jedoch nicht.

Reibungsbremsen bleiben für Sicherheit, Notbremsung, Betrieb bei niedriger Geschwindigkeit und Situationen notwendig, in denen Rekuperation nicht verfügbar oder unzureichend ist.

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07
REIFENABRIEB

Die Zweite Grenze der Emissionen Außerhalb des Auspuffs

Jeder Reifen verliert nach und nach Material, wenn er auf der Straßenoberfläche rollt, beschleunigt, bremst und Kurven durchfährt.

Euro 7 nimmt Reifenabrieb in den regulatorischen Rahmen für Fahrzeugemissionen auf. Dadurch entstehen Anforderungen, die über Fahrzeughersteller hinaus auf Reifenentwicklung, Prüfung und Typgenehmigung wirken.

Reifenmischung

Die Gummizusammensetzung beeinflusst Verschleißfestigkeit, Haftung, Rollwiderstand und weitere Leistungseigenschaften.

Fahrzeugmasse

Über den Reifen übertragene Lasten können Verschleiß- und Abriebverhalten beeinflussen.

Fahrverhalten

Die Intensität von Beschleunigung, Bremsen und Kurvenfahrt kann die Reifenverschleißrate beeinflussen.

Straßenbedingungen

Oberflächeneigenschaften, Temperatur und Umweltbedingungen beeinflussen den Abrieb.

Reifendruck

Der Luftdruck beeinflusst Reifenverformung, Kontakteigenschaften und Verschleiß.

Fahrzeuggeometrie

Achsgeometrie und Fahrwerkseigenschaften können Verschleißmuster der Lauffläche erheblich beeinflussen.

Reifenemissionen schaffen ein besonders komplexes Entwicklungsproblem. Abriebminderung kann nicht unabhängig von Nasshaftung, Bremsleistung, Rollwiderstand, Haltbarkeit, Geräusch und anderen sicherheitskritischen Reifeneigenschaften betrachtet werden.
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08
PRÜFUNG DES REIFENABRIEBS

Wie Misst Man Etwas, das Langsam Verschleißt?

Bremsemissionen können durch streng kontrollierte Laborprüfungen bewertet werden. Reifenabrieb stellt eine andere Messherausforderung dar, weil Verschleiß schrittweise durch das Zusammenwirken von Reifen, Fahrzeug, Straße und Umwelt entsteht.

Das regulatorische Ziel ist daher, hinreichend wiederholbare und repräsentative Methoden zum Vergleich der Reifenabriebleistung zu schaffen.

Referenzbedingungen

Prüfbedingungen müssen Variablen kontrollieren oder berücksichtigen, die Reifenverschleiß erheblich beeinflussen können.

Streckenakkumulation

Reifen müssen ausreichend betrieben werden, um messbaren und repräsentativen Abrieb zu erzeugen.

Massebestimmung

Änderungen der Reifenmasse können eine Grundlage zur Bestimmung des Materialverlusts über die Prüfstrecke bieten.

Normierung

Ergebnisse müssen angemessen normiert werden, damit Reifen anhand einer einheitlichen Abriebkennzahl verglichen werden können.

Reifenabrieb ist regulatorisch weiterhin ein Entwicklungsfeld.

Hersteller sollten sorgfältig zwischen gesetzlich bereits festgelegten Anforderungen und Messverfahren oder Abriebgrenzwerten unterscheiden, die noch internationaler und europäischer regulatorischer Entwicklung unterliegen.

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09
INGENIEURTECHNISCHE ZIELKONFLIKTE

Weniger Verschleiß Darf Nicht auf Kosten der Sicherheit Gehen

Die Regulierung von Emissionen außerhalb des Auspuffs schafft ein klassisches ingenieurtechnisches Optimierungsproblem.

Brems- und Reifensysteme können nicht einfach zur Minimierung von Materialverschleiß umgestaltet werden, ohne ihre erforderlichen Sicherheits- und Leistungsfunktionen zu berücksichtigen.

BREMSSYSTEM Emissionen im Vergleich zur Bremsleistung

Verschleißärmere Reibmaterialien müssen weiterhin vorhersehbares Bremsen, thermische Stabilität, Haltbarkeit, Korrosionsbeständigkeit und akzeptable Leistung unter verschiedenen Betriebsbedingungen bieten.

REIFENSYSTEM Abrieb im Vergleich zu Haftung & Effizienz

Abriebärmere Reifen müssen weiterhin Anforderungen an Nasshaftung, Bremsen, strukturelle Integrität, Rollwiderstand und weitere Leistungseigenschaften erfüllen.

Das Ziel ist nicht lediglich „weniger Verschleiß“. Die eigentliche Entwicklungsaufgabe besteht darin, geringere Partikelemissionen zu erreichen und gleichzeitig die von Bremsen und Reifen erwarteten Sicherheits-, Haltbarkeits- und Leistungseigenschaften zu bewahren.
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10
ERSATZKOMPONENTEN

Was Geschieht, Wenn die Ursprünglichen Bremsen und Reifen Verschlissen Sind?

Bremsbeläge, Bremsscheiben und Reifen sind Verschleißkomponenten. Anders als viele Fahrzeugsysteme werden sie voraussichtlich während der Fahrzeuglebensdauer wiederholt ersetzt.

Dies wirft eine wichtige regulatorische Frage auf: Die Umweltleistung des ursprünglichen Fahrzeugs sollte nicht zwangsläufig verloren gehen, wenn Ersatzkomponenten eingebaut werden.

Originalausrüstung

Das Fahrzeug wird mit definierten Brems- und Reifenkonfigurationen homologiert, die zu seiner ursprünglichen regulatorischen Leistung beitragen.

Ersatzbremsen

Ersatzreibkomponenten können sowohl Bremseigenschaften als auch Partikelemissionen beeinflussen.

Ersatzreifen

Später im Fahrzeugleben montierte Reifen können andere Abriebeigenschaften als die Originalausrüstung haben.

Marktüberwachung

Regulatorische Kontrolle muss zunehmend Produkte im Ersatzteilmarkt ebenso berücksichtigen wie die ursprüngliche Fahrzeugproduktion.

Emissionen außerhalb des Auspuffs schaffen eine Konformitätsfrage über den Lebenszyklus. Wenn Bremsen und Reifen die Emissionsleistung bestimmen, aber regelmäßig ersetzt werden, reicht die regulatorische Aufmerksamkeit zwangsläufig über die ursprüngliche Produktionslinie hinaus.
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11
REGULATORISCHE ENTWICKLUNG

Der Internationale Rahmen Entwickelt Sich Weiter

Die Regulierung von Brems- und Reifenpartikeln bewegt sich rasch von technischer Forschung zu formellen Typgenehmigungsanforderungen.

UN GTR Nr. 24

Legte die international harmonisierte Labormethodik zur Messung von Bremsemissionen leichter Fahrzeuge fest.

Neue UN-Bremsregelung

WP.29 verabschiedete 2026 eine neue UN-Regelung mit international harmonisierten Anforderungen an Bremspartikelmessung und Emissionsgrenzwerte für leichte Fahrzeuge.

Euro-7-Bremsgrenzwerte

Europäische Gesetzgebung führt quantitative Bremspartikelgrenzwerte ein und sieht die Weiterentwicklung künftiger Anforderungen vor.

Reifenabrieb

Die internationale Arbeit an Messmethodik und regulatorischem Rahmen zur Einführung von Abriebgrenzwerten für verschiedene Reifenklassen geht weiter.

Schwere Fahrzeuge

Spätere Phasen des Euro-7-Rahmens erweitern die Regulierung von Emissionen außerhalb des Auspuffs auf weitere Fahrzeugkategorien.

Ersatzbremsen

Regulatorische Arbeiten untersuchen auch Partikelemissionsanforderungen für Ersatzbremskomponenten.

In diesem Bereich müssen Hersteller die Regulierung kontinuierlich verfolgen.

Messverfahren, Fahrzeugkategorien, Umsetzungstermine und Grenzwerte entwickeln sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Eine Konformitätsstrategie, die nur heutige Anforderungen berücksichtigt, könnte deshalb für ein Fahrzeug- oder Komponentenprogramm unzureichend sein, das erst Jahre später auf den Markt kommt.

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VORBEREITUNG DER HERSTELLER

Vorbereitung auf die Homologation von Emissionen Außerhalb des Auspuffs

Brems- und Reifenemissionen müssen früh in der Produktentwicklung berücksichtigt werden, weil sie mit Fahrzeugarchitektur, Komponentenauswahl, Sicherheitsleistung und zukünftigen Ersatzteilstrategien zusammenwirken.

01 — Regulatorische Zuordnung

Geltende Euro-7-, UN- und nationale Anforderungen nach Fahrzeugkategorie, Reifenklasse, Antrieb und Markt identifizieren.

02 — Charakterisierung des Bremssystems

Reibmaterialien, Scheibentechnologien, Rekuperationsstrategie und erwartete Emissionsleistung festlegen.

03 — Laborprüfplanung

Das geeignete Bremsemissionsprüfprogramm sowie Anforderungen an Laborkapazität, Konditionierung und Messung definieren.

04 — Reifenabriebstrategie

Reifenverschleißeigenschaften gemeinsam mit Sicherheit, Rollwiderstand, Haltbarkeit und fahrzeugspezifischen Betriebsbedingungen bewerten.

05 — Lieferantenintegration

Brems-, Reibmaterial- und Reifenlieferanten koordinieren, damit Komponentennachweise das vollständige Homologationsprogramm unterstützen.

06 — Regulatorische Überwachung

Sich entwickelnde UN- und Euro-7-Anforderungen, künftige Grenzwerte, Umsetzungstermine und Entwicklungen bei Ersatzkomponenten verfolgen.

Emissionen außerhalb des Auspuffs können nicht allein als Aufgabe eines Emissionslabors behandelt werden. Sie verbinden Fahrzeughomologation mit Bremsentwicklung, Reifenentwicklung, Werkstoffwissenschaft, Rekuperationskalibrierung, Lieferanten und Lebenszykluskonformität.
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Eine Neue Definition des Sauberen Fahrzeugs

Die Regulierung von Fahrzeugemissionen tritt in eine neue Phase ein.

Die Kontrolle von Verbrennungsemissionen bleibt wichtig. Elektrifizierung bedeutet jedoch, dass die Umweltleistung eines Fahrzeugs nicht mehr nur anhand des Auspuffs beurteilt werden kann.

Bremssysteme erzeugen Partikel. Reifen verlieren während ihrer gesamten Nutzungsdauer Material. Beide Vorgänge treten unabhängig davon auf, ob der Antrieb Benzin, Diesel, Wasserstoff oder Strom nutzt.

TRADITIONELLER ANSATZ Den Auspuff Kontrollieren

Die Emissionsregulierung konzentriert sich überwiegend auf Schadstoffe aus dem Fahrzeugantrieb.

ENTSTEHENDER ANSATZ Das Gesamte Fahrzeug Kontrollieren

Auspuff, Bremsen, Reifen und weitere Umwelteigenschaften werden nach und nach Teil eines umfassenderen Konformitätsrahmens für Fahrzeugemissionen.

Elektrifizierung verändert also das Emissionsproblem — sie beseitigt es nicht.

Mit dem Wegfall von Auspuffemissionen bei Elektrofahrzeugen wird die Umweltleistung von Bremsen, Reifen und anderen Quellen außerhalb des Auspuffs sichtbarer und stärker reguliert.

Die nächste Generation der Fahrzeugemissionsregulierung betrifft nicht mehr nur das, was aus dem Motor kommt. Es geht darum, was das gesamte Fahrzeug hinterlässt.
Regulatorischer Kontext: Anforderungen an Bremspartikel und Reifenabrieb hängen von Fahrzeugkategorie, Antrieb, Reifenklasse, Zielmarkt, Umsetzungstermin und der geltenden Fassung von Euro 7 und den UN-Bestimmungen ab. Mehrere spätere Grenzwerte und Reifenabriebregelungen unterliegen weiterhin regulatorischer Entwicklung. Hersteller sollten daher die aktuell geltenden Vorschriften, Durchführungsmaßnahmen, UN-Anforderungen und Übergangsbestimmungen für jedes konkrete Fahrzeug-, Bremssystem- oder Reifenprogramm überprüfen.

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How Global Alliance Register Can Support You

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Identify the changes affecting homologation von brems- & reifenpartikeln, perform a structured impact assessment and develop a transition plan covering responsibilities, timing, documentation and implementation evidence.

02

Define the technical, regulatory, quality and risk objectives for homologation von brems- & reifenpartikeln and determine which combination of testing, inspection, certification, audit or advisory services is appropriate.

03

Coordinate competent laboratories, inspectors, auditors, certification bodies and specialist technical resources for homologation von brems- & reifenpartikeln according to scope, geography and the required level of independence.

04

Integrate test results, inspection reports, audit evidence and certification outcomes relating to homologation von brems- & reifenpartikeln into a coherent assurance process with clear responsibilities and traceability.

05

Review test records, inspection evidence, calculations, reports and other technical documentation relating to homologation von brems- & reifenpartikeln for completeness, consistency and traceability.

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